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Demenz

Ursachen und Warnsignale
Demenzerkrankungen haben ganz unterschiedliche Ursachen. Eine der häufigsten Ursachen ist die Alzheimer-Erkrankung. Die Krankheit äußert sich zunächst in zunehmender Vergesslichkeit und Verwirrtheit, was den Erkrankten verunsichert und ängstigt. Ereignisse jüngster Vergangenheit werden im Krankheitsverlauf zuerst vergessen, Erinnerungen aus der Kindheit und Jugend bleiben am längsten erhalten. Im Endstadium erkennt der Erkrankte die eigenen Angehörigen nicht mehr, er verliert zunehmend auch die Kontrolle über seinen Körper bis er schließlich bettlägerig wird. Das Risiko an einer Demenz zu erkranken, steigt jenseits des 60. Lebensjahres mit zunehmendem Alter deutlich an.
Erste Warnsignale können sein:

  • Vergessen kurz zurückliegender Ereignisse
     
  • andauerndes Verlegen von Gegenständen
     
  • Durcheinanderbringen von Reihenfolgen bei gewohnten Tätigkeiten: z.B. es wird vergessen, wie man sich anzieht bzw. der Erkrankte vergisst, das Anziehen zu Ende zu bringen
     
  • Orientierungslosigkeit, z.B. wird der gewohnte Weg vom Einkaufen nach Hause vergessen
     
  • Sprachstörungen
     
  • hartnäckiges Abstreiten von Fehlern oder Irrtümern
     
  • bislang nicht gekannte Stimmungsschwankungen, starkes Misstrauen, Aggression
     
  • Ängstlichkeit, das Anklammern an Bezugspersonen, Hinterherlaufen

Bisher kann die Krankheit nicht geheilt und kaum verlangsamt werden. Sie stellt  sowohl für den Erkrankten als auch für die Angehörigen eine schwierige Situation dar, da der Erkrankte im Anfangsstadium sehr wohl wahrnimmt, dass seine Fehler und sein Vergessen ständig zunehmen. Er reagiert darauf mit Beschämung, aber auch mit Aggression und Abstreiten. Erst im fortgeschrittenem Stadium wird die Krankheit gnädiger, da der Erkrankte vergisst, dass er vergisst.

 

11.03.2013

Verhaltensregeln für Angehörige und Pflegepersonen
Es macht keinen Sinn, einen Demenzkranken zu korrigieren und zu verbessern. Er kann nichts daran ändern, dass er Dinge ständig vergisst und wird sie erneut vergessen, auch wenn Sie ihm wiederholt Zusammenhänge erklären. Lassen Sie vergessene Informationen wie Namen oder aktuelle Geschehnisse, z.B. Geburtstage, immer wieder unauffällig in das Gespräch einfließen.
Im Anfangsstadium der Krankheit können Schilder an Schränken, die Auskunft darüber geben, wo etwas liegt, eine große Hilfe sein und dem Erkrankten eine umfangreiche Selbständigkeit erhalten.
Durch einen gleich bleibenden Tagesablauf helfen Sie dem Erkrankten, sich zu orientieren. Verändern sie seine Umgebung nicht und legen sie alles immer konsequent an denselben Platz.
Halten Sie Erinnerungen lebendig, indem Sie zusammen Familienfotos anschauen, bekannte Lieder singen und vertraute Plätze aufsuchen, an denen sich der Erkrankte besonders gern aufhält, z.B. sein Lieblingsplatz im Garten, bei den Enkeln oder im Park.
Gehen Sie Streitereien und Diskussionen aus dem Weg, versuchen Sie nicht, den Erkrankten mit logischen Argumenten zu überzeugen. Lenken Sie ihn ab oder geben Sie ihm einfach recht, wenn er nicht locker lässt und wechseln Sie das Thema.
Versuchen Sie, häufiges Fragen kurz zu beantworten, und geben Sie außer einer Antwort möglichst noch Bestätigung und Beruhigung.
Viele Demenzkranke leiden unter großer Unruhe. Wenn der Erkrankte nervös hin- und herläuft ist Laufenlassen oft die beste Lösung. Ein Beschäftigungsangebot, ein Schluck zu Trinken oder ein Ortswechsel kann die Unruhe oft lindern.
Binden Sie die erkrankte Person so weit möglich in den Alltag ein, machen Sie Tätigkeiten im Haushalt am besten gemeinsam, z.B. den Tisch decken, Kartoffeln schälen, Wäsche legen usw.
Sprechen  Sie immer langsam und deutlich, benutzen Sie einfache, kurze Sätze und geben Sie immer nur eine Mitteilung auf einmal.
Weitere Informationen unter:

www.alzheimer-niedersachsen.de

Aktuelles:

Geschäftsführer:
Ludger Temme
Mail

HRB-Nr. 200928 Amtsgericht Göttingen

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